Ob Jesus Gottes Sohn ist oder nicht, ist die bedeutendste Frage überhaupt, denn von ihrer richtigen Beantwortung hängt unser ewiger Verbleib ab. Kein noch so angesehener Gelehrter kann uns die Antwort geben, sondern nur Gott allein in seinem Wort. Die folgenden biblischen Aussagen (A1 bis A5) bezeugen uns sehr eindeutig, dass Jesus Gott ist:
A1: Die Macht Jesu: Er vergibt Sünden. Vier Männer brachten einen Gelähmten zu Jesus (Markus 2,1-12). Wegen der großen Menschenmenge in dem Haus deckten sie das Dach ab und ließen den Mann auf einer Trage hinunter. Jesus sagte zu dem Kranken (Markus 2,5): »... deine Sünden sind dir vergeben.« Einige Schriftgelehrte waren Augenzeugen und dachten: »Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?« (Markus 2,7). Sie wussten in biblisch korrekter Weise, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Nun hätte ihr schlussfolgerndes Denken einsetzen müssen: Der, der hier vor uns steht, muss Gott sein!
A2: Die Autorität Jesu: Jesus erklärte in Johannes 5,19: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.« Die zweite Hälfte der Antwort Jesu – dass alles, was der Vater tut, der Sohn in gleicher Weise tun kann – zeigt unmissverständlich, dass Jesus Gott ist. Denn wer kann alles tun, was Gott tut? Nur derjenige, der selber Gott ist!
A3: Die Anbetung Jesu: Nach dem biblischen Zeugnis darf nur Gott angebetet werden – kein Engel, kein Mensch, auch nicht Maria, keine Heiligen! (Vgl. Offenbarung 22,8-9.) Auf mannigfache Weise wird Jesus angebetet. Dies belegt eindeutig, dass er Gott ist:
• Bei der Steinigung des Stephanus betet dieser zu Jesus: »Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!« (Apostelgeschichte 7,59). Ihm wurde sogleich der Blick in den Himmel gewährt, und er sah Jesus zur Rechten Gottes stehen.
• Als Thomas erstmals den Auferstandenen sah, zweifelte er, ob es wohl Jesus sei, bis dieser ihm die von dessen Kreuzigung verursachten Nägelmale und die Narbe an seiner Seite zeigte. Da erkannte Thomas Jesus als Gott und betete ihn an: »Mein Herr und mein Gott!« (Johannes 20,28).
• Von den Jüngern wird gesagt: »Sie aber beteten ihn (= Jesus) an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude« (Lukas 24,52).
• Nach Hebräer 1,6 betet die gesamte Engelswelt Jesus an: »Und es sollen ihn (= Jesus) alle Engel Gottes anbeten.« Ja, sogar alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde bringen dem Lamm (= Jesus) Lobpreis und Anbetung: »Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!« (Offenbarung 5,14).
A4: Die ewige Existenz Jesu und sein Wirken in der Schöpfung: Der Anfang des Johannes-Evangeliums lautet (Johannes 1,1-3): »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.« Noch deutlicher erkennen wir die Gottgleichheit von Jesus, wenn wir für »Wort« »Jesus« einsetzen, denn in Vers 14 wird gesagt, dass Jesus das Wort ist:
»Im Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Gott war Jesus. Jesus war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch Jesus gemacht, und ohne Jesus ist nichts gemacht, was gemacht ist.«
A5: Weitere Bestätigungen der Gottheit Jesu:
Römer 9,5: »...Christus ..., der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.« Diese Aussage, dass Jesus Gott ist, wird durch das »Amen« noch bekräftigt!
1.Johannes 5,20: »Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.« Jesus ist also Gott in Person und auch das ewige Leben in Person!
Hebräer 1,8: Der Text aus Psalm 45,7, »Gott, dein Thron bleibt immer und ewig«, wird in Hebräer 1,8 zitiert und dort direkt auf Jesus angewandt: »...aber von dem Sohn (heißt es) (Psalm 45,7): ›Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit...‹«
Offenbarung 15,3: In einem Loblied zur Ehre Gottes wird Jesus als der allmächtige Gott bezeichnet: »...und sangen ... das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott!«
(Quelle: Prof. Dr. Werner Gitt, Die Sprache der Schöpfung verstehen, Seite 136)