Postmoderner Relativismus bezeichnet die Vorstellung, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt – weder in Bezug auf Moral, Erkenntnis noch zur Wirklichkeit. Stattdessen geht man davon aus, dass Wahrheiten immer abhängig von Perspektive, Kultur oder Sprache sind. Was für den einen "wahr" ist, kann für den anderen ganz anders aussehen.
In der postmodernen Denkweise wird oft betont, dass jede Wahrheit konstruiert ist – also das Ergebnis gesellschaftlicher, sprachlicher oder persönlicher Einflüsse – und damit immer hinterfragbar.
Im Gegensatz dazu sagt der Herr Jesus: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!" (Joh 14,6)
Die Wahrheit ist also eine Person - Jesus Christus!
Und diese Person ist leibhaftig in diese Welt gekommen, um "der Wahrheit Zeugnis [zu] geben. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört ihre Stimme." (Joh.18,37)
Das Denken des postmodernen Relativismus ist also ein direkter Angriff auf Jesus Christus.
Und es ist in sich vollkommen unlogisch!
Man muß nur die Frage stellen: "Du glaubst, dass alles relativ ist?"
"Ja, es gibt keine absoluten Wahrheiten!"
"Dann ist dieser Satz wahr?"
"Ja klar! Was denkst du denn?"
Haben wir den logischen Fehler erkannt?
Oder ein anderes amüsantes Beispiel:
Sollte ein postmodern relativistisch denkender Zeitgenosse etwa ein Naturliebhaber sein, dann könnte man ihm erzählen, dass man Sonntags gerne mit dem Bötchen auf den See rudere und dabei sein Altöl vom letzten Ölwechsel entsorge. Was denken wir? Ob er dann immer noch bei seiner relativistischen Denkweise bleibt? Oder ob er ganz schnell höchst erzürnt seine absolute Überzeugung zum Ausdruck bringen würde, dass man so etwas nicht tut?