Der Schaden, den wir uns durch unsere Sünde zugezogen haben, ist zu groß, als dass wir ihn selbst reparieren könnten. Um diese Dimensionen zu verstehen, müssen wir den Schaden mit dem vergleichen, was unbeschädigt ist, was also heil ist. Und der Maßstab für das was heil ist, ist die HEILigkeit Gottes. Wenn wir das nicht verstehen (und tatsächlich kann niemand die Heiligkeit Gottes wirklich verstehen, ohne dass Gott uns ein wenig davon offenbart) dann entwickeln wir auch kein Verständnis für das tödliche Gift, dass schon in einer "winzigen" Sünde liegt. Denn diese Winzigkeit ist unendlich groß und unerträglich schwer, weil sie an Gottes Heiligkeit gemessen werden muß. Vor diesem glühenden Hintergrund wird klar, dass keine Sünde, sei sie noch so "klein", durch Millionen guter Taten wiedergutzumachen ist.
Darum erzählt die Bibel vom Sündenfall so, dass dieser nur durch einen "harmlosen" Biss in eine Frucht geschah. Diese "Kleinigkeit" löste für die Menschheit eine Katastrophe aus. Denn der heilige Gott musste sich danach von uns zurückziehen, was dazu führte, dass der Tod bei uns Einzug hielt. Denn da wo Gott ist, ist Leben. Wo er nicht ist, ist der Tod.
Wenn wir diese Zusammenhänge (Sünde/Heiligkeit) nicht verstehen, haben wir noch ein verzerrtes Gottesbild, eines, dass sich nicht mit dem Gott der Bibel deckt. Ein solches verzerrtes Gottesbild ist leider das "normale" Gottesbild von uns Menschen. Aufgrund unseres gefallenen Zustands können wir kein vollkommenes Gottesbild haben. Wir alle ringen immer um ein wahres Bild von Gott und dürfen Ihn bitten, uns ein realistisches Gottesbild zu schenken... und sollten ihm bei der Erfüllung dieser Bitte ein wenig helfen, indem wir intensiv die Bibel studieren.
Um uns vor der Hölle zu retten, hilft es also nichts, wenn wir versuchen, gute Menschen zu sein. Dieser untaugliche Versuch ist das Prinzip der Religionen. Religion ist Feindschaft gegen Gott! Denn sie bewirkt, dass Menschen meinen, sie könnten durch religiöse und gute Taten Gott auf ihre Seite ziehen. Nein, unmöglich!
Die Lösung des Problems kann nur von Gott kommen!
Und tatsächlich! Sie kam von Gott! Indem er Mensch wurde, um als Mensch die Strafe für unsere Schuld auf sich zu nehmen. Halleluja! Gelobt sei der Allerhöchste, der uns nicht in unserem Dreck liegen ließ und sich nicht zu fein war, sich selbst in den Dreck hineinzubegeben! Es gab keinen anderen Weg. Glauben wir denn im Ernst, dass der Herr Jesus diesen grausamen Weg an das Kreuz auf sich genommen hätte, wenn das nicht unbedingt notwendig (im wahrsten Sinne des Wortes) gewesen wäre? Er hat doch gebetet: "Vater, nimm diesen Kelch von mir!", und schwitzte dabei Wasser und Blut vor Todesangst (Lk.22,41-44)! Und das nicht wegen der bevorstehenden Qualen am Kreuz, sondern weil Er, der völlig Reine, in den Stunden am Kreuz zur Sünde, zum Fluch und zum Abschaum gemacht wurde (2. Kor. 5,21). Wir können gar nicht ermessen, was das für Ihn bedeutet haben muss.
Weil Er ohne Sünde war, konnte er für unsere Sünde bezahlen.
Wenn wir das nun wissen, dann aber unsererseits nichts tun, werden wir trotzdem die Ewigkeit in der Hölle verbringen, in ewigen Qualen und Selbstzermürbung, ohne dass je ein Ende abzusehen ist.
Und wissen Sie was? Die meisten Menschen gehen genau diesen Weg! Sie wissen um das Erlösungswerk und gehen nicht "durch die enge Pforte" (Mt. 7,13-14), die zum Heil führt, sondern bleiben auf dem breiten Weg. Der Herr sagt, dass es viele sind, die auf dem breiten Weg gehen, der in die Hölle führt!
"Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden." (Mt. 7,13-14)
Wie muss man sich diesen breiten Weg im realen Leben vorstellen? Es ist ein Weg, der das Opfer des Herrn nicht ernst nimmt, der die eigene Verlorenheit nicht ernst nimmt, und der den Aufruf zur Buße und Bekehrung nicht ernst nimmt! Und mit daran Schuld, dass Menschen das nicht ernst nehmen, und darum nichts tun, um in den Himmel zu kommen, ist eine Verkündigung, welche die Autorität des Wortes Gottes, der Bibel, nicht mehr ernstgenommen hat, mit allen negativen Folgen für die Predigt zur Buße und Bekehrung - auch in unserer Kirche! Ich möchte nicht in der Haut von solchen Verkündigern stecken, wenn sie einmal vor dem Richterstuhl Christi stehen. Sogar der von Gott in einer gewaltigen Erscheinung berufene Prophet Hesekiel musste sich die folgende Warnung gefallen lassen: "Wenn ich (Gott) zu dem Gottlosen sage: »Du musst gewisslich sterben!«, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen und ihn am Leben zu erhalten, so wird der Gottlose um seiner Missetat willen sterben; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern!" (Hesekiel 3, 18-19)
Buße und Bekehrung ist unser Anteil am Erlösungswerk, den wir tun müssen! Der Weg zu Gott ist kein Selbstläufer.
Die Buße besteht darin, dass wir Gott Recht geben, wie unser Zustand ist, dass wir unsere Sündhaftigkeit anerkennen, und dass wir Ihm unsere konkreten Sünden bekennen.
Die Bekehrung besteht darin, dass wir eine 180-Grad-Wende machen, einen "U-Turn", wie man heute so sagt, von der Selbstbestimmung zur Selbsthingabe an den Herrn. Diese Bekehrung muss jeder Mensch vollziehen, auch wenn er als Baby christlich getauft wurde. Der Taufschein rettet nicht. Auch eine Konfirmation rettet nicht, bei der man ordentlich Geld und Geschenke einsammelte, es aber versäumte, sich durch eine ehrliche Buße und Bekehrung die Vergebung Gottes schenken zu lassen.
Noch leben wir in der Zeit der Gnade. Was für ein Vorrecht und Segen! Die Tür zum Himmel steht noch offen. Aber wir wissen nicht, wie lange das noch andauert. Die Gnadenzeit währt nun schon 2000 Jahre, und wenn man die biblische Zeitrechnung berücksichtig, dürfte sie sehr bald zuende sein. Das ist dann der Fall, wenn Jesus Christus wiederkommt. Den Zeitpunkt wissen wir nicht. Genauso wenig, wie wir wissen, ob wir morgen noch leben werden. Denn auch mit unserem Tod ist unsere persönliche Gnadenzeit zuende. Dann ist es zu spät, noch umzukehren! Wenn wir dann nicht unseren Teil getan haben, sind wir für alle Ewigkeit dem Leiden in der Hölle ausgeliefert.
Müssen wir also etwas tun, um in die Hölle zu kommen? Nein, wir müssen nichts tun! Wir müssen nur so bleiben, wie wir sind.
Müssen wir etwas tun, um in den Himmel zu kommen? Ja, wir müssen Buße tun und uns bekehren!
Warum schreibe ich das Leuten, die regelmäßig in die Kirche gehen? Nun, fragen Sie sich bitte selbst, ob Sie jemals diese Buße getan, und sich bekehrt haben! Dann müssen Sie sich nicht vor der Hölle fürchten! Aber nur dann!