Es ist Wahlabend. Die Wahllokale sind schon geschlossen. Die erste Prognose wird mit Spannung erwartet. Diese Prognosen sind heutzutage so gut, dass man schon vor Auszählung aller Stimmen mit großer Bestimmtheit sagen kann, wer die Geschicke des Landes künftig lenken darf.
Das Wörtchen "Prognose" kommt aus dem Griechischen und taucht in einem Bibelvers auf, der auch mit großer Bestimmtheit sagt, wie das Geschick zahlreicher Menschen ausgehen wird. In Römer 8,29 lesen wir:
"Denn die er vorher erkannt (grie.: proginosko) hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein..."
Gott kann aufgrund seiner Prognose, also seines Vorherwissens, jetzt, in genau dieser Minute exakt sagen, wer in den Himmel kommt und wer nicht. Diejenigen, von denen er "prognostiziert", dass sie einmal glauben werden, dass sind diejenigen, die er beruft, seine Kinder zu sein. Die vieldiskutierte Vorherbestimmung Gottes ist also kein despotisches Festlegen, in dem Sinne wie: "Du kommst in den Himmel, und du nicht!", sondern sie ergibt sich aus seinem Vorherwissen.
Somit ist der Calvinismus widerlegt, der sagt, dass Gott den einen in den Himmel lässt und den anderen nicht, ohne dass ein Mensch an dieser Entscheidung Gottes irgendetwas ändern könnte. Das wäre wohl ein despotischer Gott. Nein! Gottes Vorherbestimmung ist nicht despotisch, sondern er weiss zuvor, aufgrund seines allmächtigen Vermögens des Vorherwissens (proginosko), wer sich einmal für ihn entscheiden wird! Und diese Leute bestimmt er dazu, "dem Bild seines Sohnes gleich zu sein", was unabdingbare Voraussetzung für das ewige Leben ist.
Wir Menschen sind frei darin, uns entscheiden zu können, ob wir Gott glauben wollen oder nicht. Diese Freiheit passt zu einem Gott der Liebe. Denn Liebe ist nur dann echte Liebe, wenn sie dem Geliebten freie Wahl lässt. Noch sind die Wahllokale Gottes offen. Bei politischen Wahlen schließen die Lokale um 18 Uhr. Bei der Wahl, ob wir die Ewigkeit im Himmel oder in der Hölle verbringen wollen, schließt das Wahllokal bei jedem Menschen mit dem letzten Atemzug. Es ist eine gefährliche Dummheit, nicht heute noch seine Wahl zu treffen. Wer Jesus Christus wählt, dessen Prognose, das ewige Leben zu bekommen, liegt bei unumstößlichen 100 Prozent!
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“ (Johannes 6,47)
„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,36)