Es ist nicht Coca Cola. Auch nicht Wodka. Auch nicht das "Höllenfeuer", dass ich als übermütiger Jugendlicher in einer Düsseldorfer Altstadtkneipe bestellte, um meinen Freunden zu imponieren, ein Cocktail aus Tabasco mit irgendwas. Danach brachen mir Schweiß und Tränen aus.
Nein, auch dieses "Höllenfeuer" war nicht das gefährlichste Getränk. Denn ich lebe ja noch. Es gibt aber ein Getränk - wenn wir das trinken, ist es aus mit uns. Es wird serviert unter dem Namen "Kelch Gottes".
Jesus fragte einmal zwei seiner Jünger, ob sie dieses Getränk trinken könnten. Das waren Johannes und Jakobus, die zuvor mit einer recht forschen Bitte zu ihm gekommen waren. Sie wollten rechts und links neben seinem Thron sitzen, wenn er die Welt regiert. Nachzulesen in Markus 10,35ff.
Jesus lehnte dieses dreiste Vordrängeln überraschenderweise nicht ab, sondern fragte einfach: "Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke?" Und die beiden tollkühnen Karrieristen antworten wie aus der Pistole geschossen: "Ja, das können wir!".
Wie naiv und realitätsfern! Kein Mensch kann den Kelch Gottes trinken, ohne zu sterben. Denn es ist ein Kelch des Gerichts. Dieser Kelch ist so gefährlich, so ernst und so vernichtend, dass sogar der einzige, der es wagen konnte, ihn zu trinken (weil er ohne Sünde war!), an diesem Getränk starb! Jesus wusste, wie gefährlich dieser Kelch war. Darum betete er: "Wenn es möglich ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen." Es war nicht möglich. Außer, wir alle hätten ihn trinken müssen.
Jesus Christus trank ihn - und starb daran! Wieviel mehr werden wir sterben, wenn wir diesen Kelch trinken müssen. Jesus ist der einzige, der die Wirkung dieses Getränks für uns entschärfen kann, indem er uns einen anderen Kelch anbietet: den Kelch des Abendmahls mit seinem Blut, dass er für uns vergoss, damit wir den Kelch des Zornes Gottes nicht trinken müssen. Wir haben die Wahl, was wir bestellen.