Das Ende der historisch-kritischen Methode

...ist der Titel eines Buches von Prof. Dr. Gerhard Maier (*30.08.1937), ehemaliger Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und langjähriger Leiter des Albrecht-Bengel-Studienhauses in Tübingen.

Er schreibt, dass Kritik nicht die angemessene Antwort auf Offenbarung ist.

Hier ein Buchauszug (S. 17f):

Kritik ist nicht die angemessene Antwort auf Offenbarung

Wir kommen zu unserer letzten Überlegung in diesem Kapitel. Wir wollen einmal voraussetzen, daß die vorliegende kanonische Schrift wirklich das Zeugnis der göttlichen Offenbarung ist. Keine sich um wissenschaftliche Objektivität bemühende Exegese bzw. Theologie kann diese Möglichkeit ausschließen, und wollte es auch bisher nicht. Dann aber ist jedem einsichtigen Betrachter deutlich, daß eine kritische Methode für diesen Fall und diesen Gegenstand versagen muß, weil sie eine innere Unmöglichkeit darstellt. Denn das Korrelat (Entsprechung) zur Offenbarung ist nicht Kritik, sondern Gehorsam, ist nicht Korrektur - auch nicht aufgrund der teilweise anerkannten und verwendeten Offenbarung -, sondern Sich-korrigieren-Lassen. Wie Hiob muß der Mensch hier verstummen, weil Gott ihm etwas zu sagen hat. Der zu Erlösende kann so wenig über die Erlösung befinden wie ein Patient das Rezept des Arztes nach seinem Geschmack vernünftigerweise verändern kann. Der einzige Weg der Erprobung, der Prüfung gegenüber der Offenbarung ist das Experiment: »Wenn jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei oder ob ich von mir selbst rede« (Jesus Joh. 7,17). Jesus spricht hier vom Tun des Willens Gottes, also von der Leib, Seele und Geist einschließenden Durchführung seines Willens. Eben dieses Experiment nennt das NT Vertrauen oder Glauben. Wer ohne solchen tätigen Glauben zuvor erkennen will, muß sich notwendig verirren. (Zitat Ende)

HIER kann man ein kurzes Interview mit Prof. Dr. Maier auf youtube sehen, wo er ein wenig über sein Leben erzählt. Am Schluß des Gesprächs gibt er Nachfolgern Jesu ein persönliches Wort mit auf den Weg: "Mit Jesus verbunden bleiben!"

Report abuse