Definition des christlichen Glaubens

Die Bibel definiert Glauben folgendermaßen:

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1)

"Tatsachen, die man nicht sieht" gehören also zur Wirklichkeit. Diese Tatsachen abzustreiten oder nicht sehen zu wollen führt dazu, dass man sich eine verzerrte Sicht der Wirklichkeit einbildet. Und so kann Martin Vedder, der Gründer der ZAM (Zentral-Afrika-Mission) den Glauben so definieren:
"Der christliche Glaube ist die Fähigkeit, die Wirklichkeit von der Einbildung zu unterscheiden."
So Martin Vedder in seinem Vortrag "...als sähen sie den Unsichtbaren - Im Glauben leben, stark werden in Christus! Worin zeigt sich echter Glaube?"
(siehe HIER)

Durch den Glauben öffnet Gott uns Welten, die anderen, die nicht im Glauben stehen, total verschlossen sind. Dazu gehört auch die Fähigkeit zu erkennen, wie der Mensch in Wirklichkeit beschaffen ist.

"Tatsachen, die man nicht sieht" zu kennen, zeugt somit von einer umfassenderen Weltsicht glaubender Menschen, während nicht-glaubende Menschen ahnunglos an diesen Tatsachen vorbeileben. Sie haben damit eine kürzere, beschränktere Weltsicht. Der Glaube erweitert also definitiv unseren Horizont. Aber ist diese Horizonterweiterung das Wesentliche am Glauben?

Glaube? Eine Beziehung!

Beim christlichen Glauben geht es nicht nur um das Erfassen von Tatsachen, sondern vielmehr darum, auf was man sein Leben gründet.

Der Glaubende vertraut auf Jesus Christus perönlich. Er vertraut auf sein Wort, sein Kreuz, seine Auferstehung, und er ordnet sein Leben Jesus Christus unter. Der Glaubende rechnet im Alltag mit Gott.

Der Nicht-Glaubende lebt so, als gäbe es Gott nicht. Er lebt an diesem allumfassenden Faktum vorbei, dass Gott "Alles in Allem" ist und zugleich ein persönliches Gegenüber. Er lebt so, als wäre Gott nicht relevant. Selbst wenn er sagt, dass "es da irgendein höheres Wesen geben muss", oder wenn er sogar ahnt, dass es diesen einen wahren Gott der Bibel wirklich gibt, so stützt er sich aber trotzdem nicht auf ihn, sondern auf sich selbst, auf seine eigene Leistung und seine eigene Sicht der Dinge.

Die beste Definition des christlichen Glaubens ist in meinen Augen:

Glaube ist eine erfüllende, befreiende, gehorsame und freudige Beziehung zum auferstandenen Jesus Christus, für die der Mensch geschaffen wurde und die ihm ewiges Leben schenkt!

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