"Friede und Sicherheit"

"Friede und Sicherheit" - das sind die Schlagworte, die seit Jahrzehnten von Politikern in ihren Reden gerne benutzt werden. Ob Barak Obama (hier), Guido Westerwelle (hier), Johannes Rau (hier), Heiko Maas (hier), neuerlich auch Analena Baerbock (hier), und viele andere Politiker - sie alle sprechen in ihren Reden auf unzähligen sogenannten "mulitlateralen Konferenzen" und bei Staatsbesuchen immer wieder von "Friede und Sicherheit", allermeist auf Englisch: "peace and security" .
Sogar auf einer Zwei-Euro-Gedenkmünze, die in Malta 2022 geprägt wurde, liest man "PEACE AND SECURITY".
"Peace and security" steht auch als zentraler Begriff und erklärtes Ziel in der Präambel der UN-Charta, im Artikel 1: "Den internationalen Frieden und die Sicherheit zu wahren... haben wir uns entschlossen, unsere Bemühungen zu vereinigen, diese Ziele zu erreichen."

Interessanterweise stellt die Bibel diesen Doppelbegriff in ein negatives Bild. Hier lesen wir:
„Denn ihr selbst wisst genau, daß der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen werden: Es ist Friede und Sicherheit, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen einer schwangeren Frau, und sie werden nicht entfliehen.“
(1. Thess. 5,2-3)

Das ist ein krasser Widerspruch! Ist es denn nicht gut, wenn sich Menschen um Frieden und Sicherheit bemühen? Ja natürlich ist das gut! Aber nicht, wenn sie es ohne Gott tun! Daraus kann nämlich nichts werden. Ja schlimmer noch: es führt ins Verderben.

Gibt es denn eine Alternative? Vielleicht einen anderen Doppelbegriff, der uns helfen könnte, "Frieden und Sicherheit" zu erreichen, und den wir vielleicht sogar in der Bibel finden?
Ja, den gibt es. Er lautet: "Wahrheit und Frieden" und steht beim Propheten Sacharja.

"Das ist’s aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet wahrhaftig und recht, schafft Frieden in euren Toren." (Sacharja 8,16))

"Wahrheit und Frieden" - das wäre der richtige "Slogan". Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Erst kommt die Wahrheit. Ohne sie ist alles verlogen und von Anfang an falsch. Diese Wahrheit meint nicht nur wahre Sachverhalte. Sie ist eine Person: Jesus Christus! "Ich bin ...die Wahrheit...," hat er gesagt (Joh. 14,6).

Erst wenn wir die Wahrheit aushalten, egal ob im zwischenmenschlichen Bereich oder im Verhältnis zu Gott, kann daraus Frieden erfolgen. Das letztlich hierin auch Sicherheit liegt, darüber muss Sacharja gar nicht sprechen. Denn wenn die Dinge unter uns Menschen und mit Gott in Wahrheit geklärt würden, wenn wir endlich einsähen, dass alle Menschen verlorene Sünder sind und darum nicht in der Lage, aus eigener Kraft "Friede und Sicherheit" herzustellen, und wenn wir darum Buße tun würden, um auf diese Weise Frieden mit Gott zu bekommen, dann erst kann Sicherheit entstehen. Warum? Weil wir dann in Gottes Händen geborgen sind.

Im vielen Reden über "Frieden und Sicherheit" liegt letztlich Rebellion gegen Gott verborgen, weil der Mensch meint, den Weltfrieden ohne ihn schaffen zu können. Das kann nicht gut gehen! Denn nur "Christus ist unser Friede!" (Epheser 2,14) Ohne Ihn kann es keinen Frieden geben. Und je mehr die Menschen, insbesondere die Politiker, von Frieden ohne Christus reden, umso näher kommen sie der Katastrophe des dritten Weltkriegs. Die biblische Prophetie ist hier leider eindeutig.

Ach, würden wir doch erst von Jesus reden! Er ist die Wahrheit! Und er ist unser Friede! Dann könnten wir mit ihm den "Frieden in unseren Toren" (Sacharja 8,16) schaffen, von dem wir alle Träumen. Aber ohne Jesus ist alles Bemühen um "Frieden und Sicherheit" nur vergebliche Hybris.

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